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Ausstellungen
Walter Zacharias - Retrospektive im Museum St. Ulrich
Ausstellung bis 1. November zu sehen / Objekte und Grafiken gaben Dingen neuen Sinn
Walter Zacharias (geboren am 21. Oktober 1919, gestorben am 19. Juli 2000) gehörte zu den großen zeitgenössischen Künstlern der Stadt Regensburg. 1988 wurde er mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. Im Diözesanmuseum hat er seine spannenden Arbeiten in mehreren Ausstellungen präsentiert. Das volkskundlich geprägte Interesse des Künstlers an einer unmittelbar auf die Magie der Objekte und Bilder gerichteten Religiosität bildet den Hintergrund der Ikonographie seiner Plastiken. So entstanden Gebilde, die in ihrer Struktur und Bildsprache an „Marterl“ erinnern, an Heiligenbilder, Reliquien, Kreuze, Altäre. Walter Zacharias suchte auf Bauernhöfen am Rande des Bayerischen Waldes nach funktionslos gewordenen Materialien, denen er durch seinen künstlerischen Eingriff einen neuen Sinn verlieh. Dem Holz maß er eine besondere Rolle bei. Es bedeutete ihm "schlechthin Vegetatives", kann doch an seiner Maserung "das Gewachsene", die Spur der Vergangenheit abgelesen werden. Zu seinem 10. Todestag zeigt die Retrospektive eine Auswahl seines bildhauerischen Schaffen und seines reichen graphischen Werks. Die Ausstellung ist zu sehen bis 1. November in St. Ulrich, Domplatz 2, geöffnet täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr. weiter zur Ausstellung
Erik Mátrai, „Crossroads“, Installation
Ausstellung im Rahmen der "donumenta 2010" in der Dominikanerkirche St. Blasius
Die Ausstellungen der donumenta 2010, von Adèle Eisenstein und Áron Fenyvesi kuratiert, zeigen unter dem herausfordernden Titel Liberation Formula. die bislang umfassendste Schau aktueller zeitgenössischer Kunst Ungarns in Deutschland. Im Rahmen der donumenta wird Erik Mátrai in der Dominikanerkirche am Albertus-Magnus-Platz seine 2007 entstandene, kleinformatige multimediale Darstellung des Kreuzwegs nach Art von Guckkästen installieren. Der 1977 in Budapest geborene Künstler variiert seine Werke mit der Norm des Malerischen einerseits und medialen Gestaltungsmöglichkeiten andererseits. Die Videoinstallation „Crossroads“ mit einer äußerst spannenden und zeitgenössischen Adaption des Kreuzweges ist zu sehen von 17. September bis 31. Oktober 2010, jeweils Freitag bis Sonntag 14 - 16 Uhr. Eintritt frei; Eröffnung am Freitag, 17. September, um 14 Uhr. das Gesamtprogramm der donumenta 2010
Jubiläumswochen 750 Jahre Albertus Magnus Bischof von Regensburg
Vom 14. Oktober bis 15. November 2010 in der Dominikanerkirche St. Blasius
Der Dominikaner Albertus Magnus (um 1200-1280) wurde am 5. Januar 1260 von Papst Alexander IV. zum Bischof von Regensburg und damit zum Reichsfürsten ernannt. Seine Ankunft in Regensburg wird auf den 29. März datiert. Im Juli empfing er die Bischofsweihe. Im Frühjahr 1262 bot er Papst Urban IV. den Verzicht auf sein von ihm erfolgreich reformiertes Bistum an. Albertus Magnus war dem Regensburger Dominikanerkloster eng verbunden. Schon in den ersten Jahrzehnten der klösterlichen Niederlassung lehrte Albert in Regensburg und erlebte wohl den Bau der gewaltigen Ordenskirche. Am 21. September 1622 gestattet Papst Gregor XV. die Verehrung Alberts als Seliger in Regensburg, 1931 wurde er heilig gesprochen und 1941 zum Schutzpatron der Naturwissenschaftler proklamiert. Zum Jubiläum steht der Universalgelehrte auf dem Bischofsstuhl im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen: vom 14. Oktober bis 15. November in Gottesdiensten, Vorträgen, Lesungen, Führungen, Dokumentationen und Konzerten. [weiter ...]
Vortrag zum 200. Todestag: John Zoffany - Leben und Werk
Schüler des bedeutenden Rokokomalers Martin Speer in Regensburg
Seine Bilder hängen in der National Gallery und im British Museum in London, im Salzburger Mozart-Museum und in den Uffizien in Florenz. Doch sein Weg bis zur Anerkennung, als ihm selbst der englische König Georg III. Modell saß, war nicht ohne Hindernisse: Der deutsch-britische Maler Johann (John) Zoffany steht im Mittelpunkt eines Vortrags am Montag, 22. November, um 20 Uhr im Museum Obermünster, Emmeramsplatz 1. Der Kunsthistoriker Dr. Martin Angerer stellt Leben und Werk des Künstlers vor. Zoffany, 1733 in Frankfurt/Main geboren, kam als 15-jähriger nach Regensburg. Sein Vater Anton Franz war Baumeister am Thurn- und Taxisschen Hof. Etwa bis 1755 blieb Johann hier. In dieser Zeit war er Schüler des Rokokomalers Martin Speer, der an der Akademie in Wien und in Neapel bei Francesco Solimena, einem der wichtigsten Vertreter der neapolitanischen Malerei des Barock, seine Ausbildung erhalten hatte. Nach Wanderjahren in Italien und einer Anstellung am Koblenzer Hof ging Zoffany 1761 nach London, wo er nach einigen mühsamen Jahren ein begehrter Porträtmaler und Gestalter von Konversationsbildern wurde. Von 1783 bis 1790 lebte er in Ostindien. In Kalkutta hat sich sein umstrittenes Abendmahlbild in der Johanneskirche erhalten. Am 11. November 1810 starb John Zoffany bei London.
Skulptur „Der Schrei des Bartimäus“ als Geschenk
Dr. Albrecht übergab Werk des Würzburger Künstlers Björn Hauschild im Museum St. Ulrich
Im Museum St. Ulrich ist ein neues Exponat zu sehen. Verleger Dr. Albrecht Weiland übergab die Skulptur „Der Schrei des Bartimäus“ (Markus 10, 46-52) des in Eisingen bei Würzburg lebenden Künstlers Björn Hauschild als Geschenk. Das expressive Werk zeigt die biblische Erzählung des Evangelisten Markus, den Schrei des blinden Bartimäus aus Jericho, in künstlerischer Umsetzung in einem Arrangement aus Holzlatten, Stofffetzen, Öffnungen und Kanten, farbigen Flächen und Binnenreliefs. Bartimäus wird seines Glaubens wegen von Jesus Christus geheilt, der ihn als „Sohn Davids“ anspricht und als Messias bekennt. Dieser Schrei aus dem Glauben des Blinden heraus fängt Björn Hauschild aussagekräftig ein. Für die zeitgenössische Sammlung des Diözesanmuseums stellt das Werk eine bedeutende Bereicherung dar und spiegelt zugleich die künstlerische Kraft eines Künstlers des 21. Jahrhunderts wieder, Themen des Neuen Testaments in die Sprache der Kunst unserer Tage umzusetzen. Björn Hauschild wurde 1959 in Herten, Kreis Recklinghausen, geboren, studierte von 1978-1984 Kunstpädagogik an der Hochschule der Künste in Berlin bei den Professoren Diehl und Kaufmann und arbeitete ab 1984 als freischaffender Künstler in Berlin. 1992 erfolgte der Umzug nach Würzburg. Zahlreiche Aufträge und Projekte erhielt er vor allem auch für den kirchlichen Raum. Bedeutsam ist seine monumentale Altarraumgestaltung in der Pfarrkirche Maroldsweisach in den unterfränkischen Hassbergen. Björn Hauschild, “Der Schrei des Bartimäus“, plastisches Gemälde, Technik: Tempera, Öl und Acryl, 2004, Maße: 168 x 200 x 35 (HxBxT)
Angebote in der Dominikanerkirche - ein Meisterwerk der Gotik
Am Wochenende geöffnet / Sonntags Führungen / "Geistliche Atempause"
"Sie ist ein Meisterwerk der Gotik und eine der bedeutendsten Bettelordenskirchen Deutschlands: die Dominikanerkirche St. Blasius aus dem 13. Jahrhundert. Die mächtige, nahezu 73 Meter lange Basilika am Albertus-Magnus-Platz 1 (beim Bismarckplatz) ist ab für Besucher wieder geöffnet: jeweils Freitags, Samstags, Sonntags und an Feiertagen von 14 bis 16 Uhr; Zugang durch das Westportal, Albertus-Magnus-Platz. Das Museum Obermünster bietet an jedem Sonn- und Feiertag um 14 Uhr eine Besichtigung dieser besonderen Sehenswürdigkeit Regensburgs an; Treffpunkt am Westportal. Im Rahmen dieser Führungen kann auch der Kreuzgang mit der Albertuskapelle besichtigt werden. Sonderführungen für Gruppen sind jederzeit nach Anmeldung möglich: Diözesanmuseum Obermünster, Tel. 0941/597-2530. Jeden Montag, nach dem Rosenkranz um 17.30 Uhr, bieten die Dominikaner um 18 Uhr eine Messe an. Pater Dr. Dietmar Schon lädt anschließend zu einem Predigtgespräch in die Chorkapelle ein. Er beantwortet Fragen der Gottesdienstbesucher zu den Lesungen oder zur Predigt, um die gefeierte Liturgie zu vertiefen und mit den Gläubigen über das gehörte Wort Gottes ins Gespräch zu kommen. Am Samstag können die Besucher Stille und Ruhe finden. Pater Dietmar Schon bietet um 16 Uhr eine „geistliche Atempause“ an. Ein kurzer, besinnlicher Text und der großartige Kirchenraum eröffnen die Gelegenheit zum Innehalten und zu geistlicher Orientierung. Um 18 Uhr können die Gläubigen mit den Dominikanern im Chorgestühl eine Vesper mit Kurzpredigt mitfeiern. weitere Informationen
Natur – Kloster – Kultur: Neue Ausstellung im Weltenburger Felsenkeller
Vergangenheit wird lebendig: von der Steinzeit bis zur Benediktinerabtei des 21. Jahrhundert
Amphoren aus der Jungsteinzeit, der Gamsbart des Altmühltals, die Siegel Cosmas Damian Asams, Werkzeuge der Stuckateure und fotografische Blicke hinter die Klostermauern: Im Museum im historischen Weltenburger Felsenkeller wird Geschichte lebendig, nun neu präsentiert und mit weiteren spannenden Ausstellungsstücken. Kloster Weltenburg ist eine Benediktinerabtei mit reicher Vergangenheit und einer prachtvollen Kirche als erstem gemeinsamen Hauptwerk der Brüder Asam inmitten eines einzigartigen Naturensembles. All diese Besonderheiten sind in einem bunten Bilderbogen, mit vielfältigen Exponaten und Filmen zu Kirche, Kloster und Brauerei bei einem Gang durch 1000 Jahre Vergangenheit zu erleben. Die Ausstellung zeigt Fossilien als Zeugen der Urgeschichte, als die heutige Weltenburger Enge von einem subtropischen Meer überflutet war, erzählt von der sagenhaften Gründung der Mönchszelle am Donaustrand, von Niedergang und Neuanfang im Mittelalter, von der Arbeit auf der Großbaustelle des 18. Jahrhunderts für die Asamkirche, mit der der Barock bayerisch wurde, aber auch davon, warum die Benediktiner heute in überzeugtem Glauben in Weltenburg leben. Und sie lädt ein, zu entdecken, warum die Reinheit des Wassers in der Weltenburger Enge nicht nur das Geheimnis des süffigen Klostertrunks ist. Geöffnet März bis November täglich von 10 bis 18 Uhr sowie nach Anfrage.
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„Ich zeig dir was, was du nicht siehst ...“
Gemeinsam Kunst entdecken – Kinder führten begeistert Kinder am Museumstag
In St. Ulrich gibt es viel mehr zu entdecken, als Erwachsene glauben. Die Schüler der Grundschule Burgweinting haben neugierig das Museum erobert und ihre Lieblingsstücke gefunden. Am Internationalen Museumstag zeigten sie Kindern und Erwachsenen, was an Geschichte und Geschichten in den wertvollen Kunstwerken steckt. Welches merkwürdige Tier hat der 2000 Jahre alte Schriftsteller im Arm?Warum hat das Bild einen schwarzen Fleck? Warum gibt es in der Kirche Fische? Die jungen Kunstexperten wissen die Antwort, schauten ganz, ganz genau hin und erklärten mit spannenden Führungen, kunstvollen Zeichnungen und phantasievollen kleinen Theaterstücken ganz einfach alles, was ihre Gäste wissen wollten. Unsere Angebote im Museum für Kinder
Nacht der offenen Kirchen gelang zum Erfolg
800 Besucher in St. Ulrich / Komposition für einen Schmetterling II - eine Klangreise
Am Samstag, 15. Mai, luden die Regensburger Innenstadtkirchen zur Nacht der offenen Kirchen ein. Die Glocken läuteten um 19 Uhr das vielfältige Programm ein. Im Museum St. Ulrich erwarteten die Besucher neben der Ausstellung "Wirklich? Malerei und Arbeiten auf Papier von Michael Triegel" ein besonderes Angebot: Frank Wendeberg entführte sie zu einer Klangreise. "Komposition für einen Schmetterling II" lud mit einer Fotoinstallation dazu ein, Ruhe zu finden, inne zu halten und sich von Musik und Bildern anregen zu lassen. 800 Gäste nahmen das Angebot an und erlebten die von Georg Schraml kunstvoll virtuell arrangierten Bilder von Kunstwerken aus vielen Jahrhunderten, überblendet von aktuellen Aufnahmen der Natur, von Landschaften und Menschen unserer Zeit.
"document niedermünster": Die Sanierung läuft
Neue Forschungsergebnisse über Ausgrabungen / Wiedereröffnung voraussichtlich Frühjahr 2011
Das "document niedermünster", Stätte archäologischer Ausgrabungen unter der Dompfarrkirche Niedermünster, ist ein einzigartiges Geschichtsdokument. Auf rund 600 von über 800 qm untersuchter Fläche sind die baulichen Reste der Römer- und Völkerwanderungszeit sowie des frühen und hohen Mittelalters zu sehen. Sie sind konserviert und nach Bauphasen gekennzeichnet. Nun haben die umfangreichen Sanierungsarbeiten begonnen, um den Besuchern Geschichte in Zukunft noch lebendiger präsentieren zu können. Sie dauern voraussichtlich bis 2011 an. Führungen sind während der Maßnahme leider nicht möglich. Inzwischen wurden die neuesten Forschungsergebnisse vorgestellt. In den Münchner Beiträgen zur Vor- und Frühgeschichte, Band 57, veröffentlichte Michaela Konrad ihre Auswertung zu "Die Ausgrabungen unter dem Niedermünster zu Regensburg II. Bauten und Funde der römischen Zeit".
Das Niedermünster liegt in der Nordostecke des 179 n. Chr. errichteten Militärlagers der 3. Italischen Legion. Bei einer der größten Kirchengrabungen Deutschlands wurden vier Mannschaftsbaracken von etwa 50 Meter Länge mit einem abschließenden größeren Wohntrakt für den Kommandanten aufgedeckt. Michaela Konrad dokumentiert, dass die Funde im Niedermünster darauf hinweisen, dass der Dux Raetiae, der Heerführer der raetischen Truppen, mit seinem Stab bis zum Ende römischer Militärpräsenz in Raetien (um 475 n. Chr.) in Regensburg und nicht in der Provinzhauptstadt Augsburg lebte. Über spätrömischen Mauerresten und einem Sakralbau des 7. Jahrhunderts entstand eine massive Saalkirche. Die Gräber der bayerischen Herzogsfamilie und das Hochgrab des Heiligen Erhard zeigen, welche Bedeutung der Niedermünsterkirche innerhalb der Stadt und des Landes zukam. mehr
Ein Bild als Geschenk zum 30. Geburtstag des Museums Obermünster
Peter Bäumler, Peter Esser und Philipp Graf von und zu Lerchenfeld überreichten Werk von Ben Li
Im März 1979 wurde das Diözesanmuseum in den ehemaligen Ökonomiegebäuden des reichsfreien und adeligen Damenstifts Obermünster mit einer Ausstellung über den zeitgenössischen Kirchenbau feierlich eröffnet. In den vergangenen 30 Jahren konnten über 85 Sonderausstellungen zu historischen, volkskundlichen und zeitgenössischen Themen zu Kirche und Kunst gezeigt werden. Der Galerist Peter Bäumler, der Verleger Peter Esser sowie der Landtagsabgeordnete Philipp Graf von und zu Lerchenfeld gratulierten dem Museum Obermünster am Freitag nachmittag zum Geburtstag mit einem besonderen Geschenk. Sie überreichten Museumsleiter Dr. Hermann Reidel ein Bildnis mit der Darstellung von Johannes Paul II. des chinesischen Malers Ben Li. Der 35-jährige Künstler, geboren in Xinjiang (China) lebt und arbeitet in Nürnberg und schuf mit dem Gemälde "Der Besucher" ein Bild des knienden Papstes in einem zeitlosen Realismus, das in seiner melancholischen Stimmung berührt und still werden lässt. Ben Li studierte von 1992–1996 an der staatlichen Akademie für Kunst in Nanjing Malerei, war danach drei Jahre als selbstständiger Künstler für Malerei und Skulptur tätig und unterrichtete von 1999-2001 als Lehrer an der Akademie für Erwachsenenkunstpädagogik in Nanjing. 2001 kam er nach Deutschland, besuchte Sprachkurse
in Bamberg und Erlangen und nahm 2003 ein Studium der Soziologie an der TU Chemnitz auf. Bald ersetzte er dieses jedoch durch ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg unter Prof. D. Sayler. Ebenfalls dort begann er 2005 dann sein Studium bei Prof. Eva von Platen und stieg 2006 in die Klasse ihrer Meisterschüler auf. [weiter ...]