![]() |
Das Diözesanmuseum ist in der glücklichen Lage, seine Exponate in einem der interessantesten frühgotischen Kirchenbauten Deutschlands zeigen zu können.
Das ursprünglich in den Jahren von 1220 bis 1230 als herzogliche
Palastkapelle errichtete Bauwerk dürfte spätestens gegen 1240
seine Funktion als Dompfarrkirche St. Ulrich erhalten haben. Nach mehrjähriger
Restaurierung der 1824 profanierten Kirche können seit 1986 die seit
Mitte des 19. Jahrhunderts bestehenden Kunstsammlungen des Bistums Regensburg
hier präsentiert werden..
Im Kirchenraum von St. Ulrich mit seinem Freskenschmuck des 13. bis 16.
Jahrhunderts sind in chronologischer Anordnung Kunstwerke des 11. bis
20. Jahrhunderts ausgestellt. Unter
den ca. 250 Objekten ragen die als Leihgabe gezeigten Kirchenschätze
der ehemaligen Stifte St. Emmeram, St. Johann und Niedermünster hervor.
Bedeutend sind die Hirtenstäbe
der hll. Emmeram und Wolfgang aus dem 12. Jahrhundert, ein ebenso
altes Ziborium aus Elfenbein sowie die "Wolfgangsmitra" vom
Beginn des 13. Jahrhunderts. Ein Höhepunkt der Emailkunst ist das um 1310/20 datierte Reliquiar in Form eines Schmetterlings, des uralten Sinnbildes der unsterblichen Seele. Als ein Hauptwerk der Regensburger Tafelmalerei gilt das Gemälde der "Schönen Maria" von Albrecht Altdorfer aus dem Jahre 1519, das sich im Eigentum des Kollegiatstifts St. Johann befindet. Moderne Skulptur ist durch eine Bronzeplastik des hl. Albertus Magnus (von 1260 - 1262 Bischof von Regensburg), einem Modell von Gerhard Marcks für die Kölner Universität von 1955, vertreten.
|
Domplatz 2, Öffnungszeiten Den Kleinen Kunstführer zu St. Ulrich,
verfasst von Dr.Genoveva Nitz, Dr. Achim Hubel und Dr. Friedrich Fuchs,
erhalten Sie im Museums-
Shop |